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Thai Yoga – Berührung für Körper & Seele

Thai Yoga – Berührung für Körper & Seele

Was Thai Yoga ist und worum es dabei genau geht, das erklärt dir unsere Expertin und Referentin Silke Schuster im Interview.

Interview mit Silke Schuster – Yogalehrerin, Thai Yoga Bodyworker, Texterin und Redakteurin

Liebe Silke,
du bist leidenschaftliche Yogalehrererin, Thai Yoga Bodyworker sowie Texterin und Redakteurin. Eine interessante Kombi! Beschreib uns doch bitte kurz, wie es dazu gekommen ist und was dir bei deiner Arbeit besonders am Herzen liegt/ was das Besondere an deiner Arbeit ist.

Viele Jahre habe ich als Projektmanagerin in der Leseförderung gearbeitet und bin dem Thema immer noch sehr verbunden. Irgendwann habe ich parallel zu dieser Arbeit meine Ausbildung zur Yogalehrerin gemacht und langsam mit dem Unterrichten begonnen. Ohne ehrgeizige Pläne kam im Laufe der Zeit eines zum anderen: mein Blog Lebensflow, meine Thai Yoga-Ausbildungen – und schließlich meine Selbstständigkeit. Tatsächlich haben sich alle Teile organisch entwickelt, ohne dass ich es bewusst darauf angelegt hätte. All das mache ich aus meiner Begeisterung am Geben und am Schreiben. So stellt sich für mich gar nicht die Frage, ob Text, Yoga und Thai Yoga in der Kombination zueinander passen. Tatsächlich könnte ich mir nicht vorstellen, nur zu unterrichten oder nur zu schreiben. Nach erfüllenden Workshops mit vielen Menschen bin ich glücklich, freue mich aber auch darauf, wieder allein am Schreibtisch sitzen zu dürfen – umgekehrt freue ich mich nach einer Zeit der Ruhe wieder auf das Miteinander und Weitergeben.

Was ist das Besondere an Thai Yoga und was kann man sich darunter vorstellen?
Für mich ist Thai Yoga ein einzigartiges „Werkzeug“. Es lebt von Entschleunigung, Zuwendung, Achtsamkeit und Gespür. Die passiven Yogahaltungen, Dehnungen und Drucktechniken können auf körperlicher, mentaler und emotionaler Ebene Blockaden lösen. Dafür versuche ich, von Anfang an eine Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen. Das ist ganz wichtig für das Loslassen und den Weg in die Entspannung. Wenn das gesamte System beginnt runterzufahren, fröstelt der Körper gern. Deshalb empfehle ich lange, bequeme Kleidung und ich decke meine Klienten zu – manchmal schon während der Behandlung an den Körperbereichen, an denen ich gerade nicht arbeite; manchmal erst am Ende zum Nachruhen. Bei kühleren Temperaturen wärmt zusätzlich von unten eine Heizdecke. Wer empfängt, sollte sich rundum wohlfühlen; dann darf Thai Yoga ganz individuell wirken.

Kann ich Thai Yoga machen, auch wenn ich noch keine Yoga-Erfahrung habe?
Yogaerfahrung ist keine Voraussetzung für Thai Yoga. Empfangen kann ohnehin jede und jeder. Geben ist vor allem eine Frage des Gefühls – und das haben wir alle. Da wir am Boden arbeiten, sollten sich die Gebenden recht frei bewegen und auch mal auf den Knien (z. B. mit Decke) sein können. Wir schauen immer, dass es uns auch als Geber gut geht.

Wenn man das liest, bekommt man gleich Lust darauf und möchte Thai Yoga erleben. Worauf können sich die Teilnehmenden in deinen Seminaren freuen?
Natürlich lernen die Teilnehmenden erste Thai Yoga-Griffe kennen. Aber viel wichtiger als das „Was“ ist das „Wie“ – sprich ein Gefühl zu entwickeln für das, was wir da tun. Wie bei allem kommt das mit der Zeit. Für eine entspannte Grundhaltung und ein liebevolles Miteinander starten wir mit einer kurzen Meditation sowie einer vorbereitenden Übung. Bestandteil des Seminars ist auch eine kurze Yogapraxis, in der wir die Bodymechanik kennenlernen und unseren Körper etwas aufwärmen – aber auch dafür braucht es keine Vorkenntnisse im Yoga.

In der Ruhe liegt die Kraft, sagt man. Hast du noch einen besonderen Tipp für einen entspannteren Alltag, den du gerne teilen möchtest?
Mir selbst hilft es immer ungemein, wenn ich mir schon am Morgen Zeit für mich schenke – sprich eine Morgenroutine etabliere. Diese Zeit kann mir niemand mehr nehmen und ich starte mit einer entspannten Grundhaltung in den Tag. Wenn ich mich mit einem Kaffee im Stehen stresse und zum Bus renne, verfolgt mich diese Hektik innerlich den ganzen Tag. Eine Morgenroutine ist etwas Individuelles. Da muss jeder ausprobieren, was für ihn selbst passt. Ich zum Beispiel lasse meine riesige Tasse mit heißem Ingwerwasser ziehen, während ich 5-10 Minuten meditiere – gern am offenen Fenster für einen Sauerstoffkick. In das Ingwerwasser kommt noch frische Zitrone und beim Trinken lese ich etwas, an dem ich gerade thematisch dran bin. Dann eine Runde Yoga oder Kraftübungen, Dusche, Porridge mit Obst zum Frühstück – und erst DANACH (ganz wichtig!) schalte ich Smartphone und Rechner ein. Es gibt diese Tage, an denen schafft mein Schweinehund die Routine nicht und ich gehe sofort an die Geräte. Da bekomme ich jedes Mal innerlich die Krise und weiß, warum es sich lohnt, den Tag ruhig, entspannt und kraftvoll zu beginnen!

Dein Lebensmotto:
Das ist unterschiedlich und verändert sich phasenweise. Aber immer treffend ist das Zitat von Gandhi: „Be the change you wish to see in the world.“ Für mich bedeutet das: an die eigene Nase fassen und mit gutem Beispiel vorangehen. Große Veränderungen beginnen im Kleinen.

Vielen Dank für das Interview!
Wir freuen uns schon auf entspannte Seminare mit dir.

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